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  • AutorenbildDagmar Achleitner

Gedichte und Geschichten von und für Eltern von Sternenkindern

Wie Eltern ihren Schmerz und ihre Trauer in Worte fassen


Der Schmerz über den Verlust eines Babys ist groß. Trauernden fällt es oftmals schwer, die richtigen Worte zu finden und den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. In Gedichten und Geschichten von Menschen, die Ähnliches erlebt haben, finden Eltern manchmal die Sprache für ihren Schmerz. Vielleicht kannst du dich in manchen Texten mit deinen Gefühlen wiederfinden. Erfahrungsberichte können zudem helfen zu erfahren, wie andere mit ihrem Verlust umgehen. Für manche ist es ein Trost zu lesen, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind.


In diesem Blogartikel findest du eine Sammlung von Erfahrungsberichten und Gedichten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Blogs, Bücher und Videos, wo Mütter – und auch immer mehr Väter – über ihren Verlust und ihre Trauer erzählen. Auf Gedenkseiten kannst du einen Beitrag für dein Sternenkind schreiben und die Beiträge anderer Sterneneltern ansehen.


Geschichten von Sterneneltern

Die Erfahrungsberichte bieten berührende Einblicke in die Welt der Sterneneltern. Manche Berichte sind sehr emotional.

Bitte achte gut auf dich, wenn du diese Geschichten liest, denn das Lesen kann tiefgreifende Emotionen auslösen.

Hier findest du eine Sammlung von Gedichten und Texten:


Du zeigtest mir das Leben...

Ich wollte dich ein Stück im Leben begleiten, dir die schönen, aber auch die traurigen Seiten dieser Erde zeigen. Ich wollte mit dir die kleinen und die großen Sorgen teilen wollte mit dir lachen, wollte mit dir weinen, wollte viele Jahre mit dir gemeinsam auf dieser Welt verweilen. Das Schicksal aber wollte anders, du solltest mir all diese Dinge zeigen. Du solltest mir zeigen, was kleine und was große Sorgen, du meine Kleine solltest mich als Engelchen durchs Leben begleiten. Du hast mir die Augen geöffnet, du zeigtest mir was wirklich wichtig. Du gibst mir die Kraft, die ich brauche, um auf dieser Welt zu existieren. Du mein Engelchen zeigtest mir das Leben ... Für meine Lara von deiner Mami Denise Quarti


STERNENELTERN Sterneneltern heißen wir, denn unser Kind verloren wir. Viel zu früh ist es gegangen, kaum das sein Leben angefangen...

Wie alt es war? Das ist nicht wichtig! Wie groß, wie schwer - auch das ist nichtig! Es war unser geliebtes Kind und bleibt`s, bis wir gegangen sind... Wisst, wir spüren stets die Schmerzen. Die Wunde klafft in unseren Herzen. Drum sagt nichts von den schlimmen Dingen, die dolchesstoßgleich ins Herz uns dringen. Ihr seid noch jung könnt andre haben und Euch an Kinderlachen laben! So lang ist`s her, seit es geschehen- Ihr müsst nun endlich vorwärts sehen... Schweigt lieber, statt sowas zu sagen. Das hilft uns nicht in tausend Tagen, auch wenn es von Euch gut gedacht, weil ihr Euch um uns Sorgen macht... Glaubt uns, könnt ihr`s auch nicht ermessen - wir werden es niemals vergessen! Es totzuschweigen schmerzt uns sehr, vergrößert unser Leid noch mehr... Wollt ihr uns echte Hilfe bringen, lasst seinen Namen hell erklingen! Lasst uns reden, helft uns trauern, reißt mit uns ein die Schweigemauern...


Ralf Korrek



Aus „The Baby Loss Guide“


I was so tired.

My heart was tired.

My brain was tired.

My tears were tired.

I begged to feel numb, so numb

I could sleep without nightmares.

Just 24 hours without feeling crippling my pain in my heart.

But grief doesn´t give you time off.

Not a day, not an hour, not even a crummy minute.

Grief doesn´t care if you are tired.

Grief just wants to be felt.

Grief just wants to be heard.

This is why griefing is exhausting,

as there is no respite.


Zoë Clark-Coates

Quelle: „The Baby Loss Guide“


Kleine Seele, Deine Mama lässt dich gehn’! Kleine Seele ich lasse dich gehn’ werde ich es auch nie ganz verstehn’ Du hattest bestimmt Deinen Grund da zu sein, und doch ließest Du mich viel zu früh allein, für 11. Wochen durfte ich Deine Mama sein, ich hätte so gerne mehr von Dir gewusst, Du bist nicht mehr in mir, erst langsam wird mir das bewusst.

Ich habe vorher gar nicht so über Dich nachgedacht, wann hättest Du wohl Deine ersten Schritte gemacht? Das erste Mal gelacht? Hättest Du mehr von Deinem Papa oder von mir? Warum bist Du nicht mehr hier?

Weißt Du, Dein Papa hat sich gefreut und konnte es kaum glauben, ich sah es jeden Tag in seinen Augen. Er wäre der beste Papa der Welt, ja mein Kleines, wir haben beide gut gewählt. Manchmal habe ich heimlich meinen Bauch berührt, sag’ hast Du das gespürt?

Weißt Du, ich fühl mich mit meinem Schmerz allein, in meinem Herzen wirst Du immer unser „erstes Baby“ sein! Irgendwie fühle ich, Dir geht es gut, das macht mir Hoffnung, macht mir Mut.

Kleine Seele, ich lasse Dich gehen’ werde ich Dich auch nie riechen, nie fühlen, nie sehen. Deine kleinen Händchen auf dem Ultraschall zeigten nach vorn, Du hast mir damit so viel gegeben, wurdest Du auch nie geborn’! Deinen Herzschlag konnte ich niemals sehn’ doch die Sprache Deiner kleinen Händchen konnte ich verstehn’.

Du hast mir gezeigt, wie schön die Sterne glühn’ Und wie schön die Blumen blühn’. Kleine Seele, ja ich lasse Dich gehen’, irgendwann werden wir uns wiedersehn’.

Ich durfte für kurze Zeit einen Engel tragen, dafür möchte ich Dir „Danke“ sagen. Danke für die Zeit, die uns blieb, mein Baby, ich hab’ Dich lieb!

Irgendeinen Grund musste es wohl geben, für Dein kurzes Leben. Wenn uns auch die Zeit für ein gemeinsames Leben nicht blieb, tief im Herzen hab ich Dich lieb!


Verfasserin unbekannt



Sternenkind


Es tut mir leid, dass du nicht bleiben kannst Es tut mir leid, dass ich's nicht ändern kann Was mit dir passiert ist, dass ich dich verlier Ooh, wärst du nur hier


Was würd ich dafür geben, dich zu halten nur für eine Nacht Ich such nach Mut, ich such nach Kraft Will endlich drüber reden, nicht verschweigen, was mich quält Es ging viel zu schnell, viel zu schnell, viel zu schnell


Ich will weinen, ich will schreien Allen zeigen wie's mir geht Bin nicht bereit, ich brauch mehr Zeit Ich will's verstehen


Du bist der Stern, den ich jede Nacht seh Dem ich meine Geschichten erzähl Ich kann nicht glauben, wie sehr du mir fehlst Kämst du nur einmal zurück zu mir


Ich würd dir zeigen, wie viel du mir gibst Ich würd dir sagen wie sehr ich dich lieb Wie sehr ich dich lieb


Es fällt nicht leicht, dass du nicht hier sein kannst Es fällt nicht leicht, weil ich dich nie vergessen kann Was mit mir geschieht, dass ich dich verlier Oh, wärst du nur hier


Könnt ich doch nur erleben, wie du redest, wie du lachst Wie du einen Schritt nach dem andern machst Du wirst für immer fehlen, auch wenn mein Leben weitergeht Es tut so weh, es tut so weh, es tut so weh


Ich will weinen, ich will schreien Allen zeigen wie's mir geht Bin nicht bereit, ich brauch mehr Zeit Ich will's verstehen


Du bist der Stern, den ich jede Nacht seh Dem ich meine Geschichten erzähl Ich kann nicht glauben, wie sehr du mir fehlst Kämst du nur einmal zurück zu mir


Ich würd dir zeigen, wie viel du mir gibst Ich würd dir sagen wie sehr ich dich lieb Wie sehr ich dich lieb


Du bist der Stern, den ich jede Nacht seh Dem ich meine Geschichten erzähl Ich kann nicht glauben, wie sehr du mir fehlst Kämst du nur einmal zurück zu mir


Ich würd dir zeigen, wie viel du mir gibst Ich würd dir sagen wie sehr ich dich lieb Wie sehr ich dich lieb



Ein Hauch von Leben

Nur ein Hauch von Leben, mehr war es noch nicht. Nur ein Hauch von Leben, trotzdem vermissen wir dich. Für kurze Zeit nur bei uns, nicht genug dich richtig kennenzulernen. Für kurze Zeit nur bei uns, gingst viel zu früh zu den Sternen. Vergessen werden wir dich nie, bist in den Sternen und im Wind. Vergessen werden wir dich nie, du bleibst für immer unser Kind. Wir werden nicht aufhören dich zu lieben, auch wenn der Verlust wird immer schmerzen. Wir werden nicht aufhören dich zu lieben, du bist in unseren Gedanken und unseren Herzen. Carolin Semmelroth


Vielleicht möchtest auch du deine Geschichte oder ein Gedicht aufschreiben. Nur für dich.

Oder du teilst sie mit anderen Sternenmamas und Sternenpapas.

Hinterlasse dein Gedicht in den Kommentaren oder schreibe mir gerne auf info@sanftloslassen.at


Auszug aus dem Kartenset: Für immer verbunden mit deinem Sternenkind

63 Impulskarten für dich und deine Trauer


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